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Shaolin Kloster / Shaolin Tempel
Das berühmten buddhistische Shaolin-Klosterliegt
am Berg Songshan, einem der fünf heiligen Berge Chinas, in der
Provinz Henan. Es gilt als Ursprungsort aller Kampfkünste.
Geschichte
Der Shaolin-Tempel entstand um 495 n.Chr. und wurde vom indischen Mönch Ba Tuo im Songshan Gebirge in der Provinz Henan erbaut.
Der Legende nach entwickelte der indische Mönch Bodhidharma (chin. 菩提達摩, Pútídámó) die Grundlagen der Shaolin-Kampfkünste (Shàolín Quan), die seitdem von den Mönchen des Tempels weiterentwickelt und trainiert werden.
Während der Tang-Dynastie (um 600) erlangten die Shaolin-Mönche im chinesischen Reich großes Ansehen. Historisch belegt ist, dass im Jahre 728
das Shaolin-Kloster 13 kämpfende Mönche entsandte, um die bedrängte
Dynastie zu unterstützen. Aufgrund der guten Dienste, die diese Mönche
leisteten, wurden dem Kloster einige Privilegien zugestanden, u.a.
einige Mönche als Krieger auszubilden.
Von 1368 bis 1644 erlebte das Shaolin-Kloster und seine Kampfkunst, das von der regierenden Ming-Dynastie
gefördert wurde, einen enormen Aufschwung. Die Armee des Klosters war
etwa 2.500 Mann stark und die Kampfkünste des Klosters wurden in
unzähligen Varianten und Techniken ausgeübt. Man spricht in diesem
Zusammenhang auch von der Blütezeit des Shaolin-Tempels.
Der Tempel wurde im Verlauf seiner Existenz etliche Male zerstört, geplündert und wieder aufgebaut.
Am bekanntesten ist die angebliche Zerstörung des Tempels in der Qing-Dynastie durch Kaiser Kangxi (1654-1722).
Er soll aus Angst vor der Kampfkraft der Mönche den Tempel zerstört und
viele Mönche ermorden lassen haben. Tatsächlich war Kangxi wohl eher
ein Unterstützer des Tempels, dessen über dem Haupttor des Tempels
angebrachte kalligraphische Inschrift noch heute hängt.
Die letzte Zerstörung des Klosters war im Jahre 1928,
als verschiedene Kriegsfürsten ihre Streitigkeiten auf dem Gebiet des
Tempels ausfochten. Dabei gingen ein großer Teil der religiösen
Kunstschätze und Schriften des Tempels verloren, und der Tempel wurde
nur in kleinen Teilen wieder aufgebaut.
Nach der Gründung der Volksrepublik China durch Mao Zedong im Jahre 1949 wurden die Mönche anfangs gewähren lassen, im Zuge der Kulturrevolution
ab 1966 wurde der Tempel aber zerstört und die Mönche verfolgt und
vertrieben. Die Ruinen des Klosters waren jahrelang nur von wenigen
Mönchen bewohnt. Im Jahr 1982 wurde der Tempel durch den Film Shaolin Temple mit Jet Li
im Westen bekannt und auch für den Tourismus entdeckt. Die chinesische
Regierung ließ den Tempel wieder aufbauen und erlaubte, im Zuge einer
allgemeinen Liberalisierung der Religionsausübung, nun auch wieder den
buddhistischen Mönchen, dort legal zu praktizieren. (vgl. www.wikipedia.de)
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